Manchmal gibt es einen Irrsinn, der einem nicht im ersten Moment auffällt, sondern erst mit einiger Verzögerung an die wahrnehmbare Oberfläche dringt. So zum Beispiel im eigenen Betrieb. Einer unserer Mitarbeiter hat sich 2 Transportboxen für Hunde Online bestellt, die auf der Ladefläche eines VW installiert werden sollen.
Bisher nicht weiter ungewöhnlich, aber die Bemerkung „günstig aber natürlich nicht so gut wie das Produkt aus deutscher Herstellung“ gab Anlass etwas näher nachzufragen. Entscheiden hatte er sich für ein Produkt aus China, da dieses nur knapp über 100 Euro kostet und somit auch bei 2 Hunden keine großen Löcher in die Haushaltskasse schlägt.
Die deutschen Produkte hätten hier pro Stück über 500 Euro gekostet und waren nicht finanzierbar. Gekauft würden diese vor allen Dingen von Polizei und Behörden.
Wenn man diesen Gedanken nun zu Ende führt, ergibt sich daraus, dass die Steuerfinanzierten Einrichtungen (also der Staat) durchaus in der Lage ist deutsche Produkte zu kaufen, diejenigen, die jedoch die Steuern zahlen nicht mehr das Geld haben auch auf diese Produkte zurückzugreifen, ohne schmerzliche Einschnitte in Ihrem Konsum hinzunehmen.
Müsste es denn nicht eigentlich andersherum laufen ? Von normaler bezahlter Arbeit sollte doch eigentlich der Arbeiter die Möglichkeit haben das hochwertige Produkt zu kaufen, anstatt nur nach dem Preis das günstigste zu wählen und der Staat, der von der Arbeitsleistung profitiert sollte vor der Entscheidung stehen bei guter Kassenlage das hochwertige anzuschaffen und bei schlechter eben auf das günstige Produkt auszuweichen.
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